Synagogengemeinde Berlin

Sukkat Schalom e.V.



Reformgemeinde Sukkat Schalom besteht 20 Jahre

Es war der erste Schabbat im Oktober des Jahres 1999. Im ehemaligen Chaplain Center am Hüttenweg fanden sich eine Handvoll Menschen zusammen, die die 1994 eingestellten jüdischen Gottesdienste wieder aufnehmen wollten. Die Alliierten hatten diese bei ihrem Weggang eingestellt. Kultgegenstände waren von Rabbiner Dr. Nachama gerettet und eingelagert worden. Nun war eine Initiative entstanden, die die Tradition wieder aufleben lassen wollte. Rabbiner Peter Levinson und Oberkantor Estrongo Nachama brachten mit der Gestaltung der ersten Gottesdienste wieder Leben in den verwaisten Betraum. Der Verein Synagogengemeinde Berlin Sukkat Schalom E. V. wurde gegründet und aus anfänglich nur sporadisch stattfindenden Gottesdiensten wurden dank der Unterstützung vieler Beter regelmäßige Wochengottesdienste. Es entstand eine egalitäre Reformgemeinde, die auch Aufnahme in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin als institutionelle Synagoge fand. Da es zwischen dem Eigentümer – dem Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin – und dem Hauptmieter – der amerikanischen Kirchengemeinde All Saints – zu Auseinandersetzungen kam, die in einer Räumungsklage gipfelten, war der Standort für unsere Gemeinde nicht mehr gesichert. Hier bot die Jüdische Gemeinde zu Berlin vertreten durch ihren Vorsitzenden Dr. Gideon Joffe großzügig ihre Hilfe an. Sukkat Schalom konnte vor den Hohen Feiertagen 2013 die Synagoge in der Herbartstraße übernehmen und für den dortigen kleinen Minjan wurde eine Synagoge in den Räumen des Altenheimes eingerichtet. Nun befindet sich Sukkat Schalom seit sechs Jahren in der Herbartstraße. Ein würdiger Anlass, dieses nunmehr 20jährige Bestehen zu feiern und an die Gemeindegründung zu erinnern. Zahlreiche Ehrengäste waren der Einladung gefolgt, dem festlich ausgerichteten Gottesdienst am 4. Oktober 2019 beizuwohnen. Der Gemeindevorsitzende Dr. Gideon Joffe betonte in seinem Grußwort, dass mit der Reformgemeinde Sukkat Schalom eine weitere Facette gelebten lebendigen Judentums Berlins in der offiziellen Gemeinde vertreten sein. Die Generalsekretärin der UpJ Frau Irith Michelsohn überbrachte die Grüße des Vorstandes und hob die Bedeutung der Gemeinde als größte Reformgemeinde in der Region Berlin-Brandenburg hervor. Auch ein „Mitglied der ersten Stunde“ Hanan Braksmajer kam zu Worte und erinnerte an die Tage der Gemeindegründung. Rabbiner Dr. Andreas Nachama beschwor die geschichtlichen Fakten und schilderte bewegt die Gründungstage und erinnerte an Rabbiner Levinson und seinen Vater Oberkantor Estrongo Nachama. Der derzeitige Vorsitzende Liam Rickertsen lobte die gute Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und ließ Dankbarkeit und einen gewissen Stolz über das bisher Erreichte anklingen. Es war ein festlicher Gottesdienst, immer wieder überstrahlt von der klaren Stimme unserer Kantorin Esther Hirsch. Bei dem anschließenden Kiddusch ergab sich die Gelegenheit zu zahlreichen Einzelgesprächen. Ein würdiger Ausklang für einen Abend, der uns mit Dankbarkeit für das Erreichte sowie auch mit Dank an alle Beteiligten in Erinnerung bleiben wird.


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Familiengottesdienst      - jeden 1. Freitag im Monat -

Schabbat Schalom heißt es, wenn wir jeden 1. Freitag im Monat einen Familiengottesdienst abhalten wollen.

Eingeladen sind Groß und Klein. Wir wollen einen Gottesdienst mit allem Drum und Dran machen - aber eben kurz und (kind-) verständlich. Deshalb sind wir auch vor dem allgemeinen Gottesdienst in unserem großen Betraum in der Herbartstraße 26, 14057 Berlin.
 
Nächster Termin:

Freitag, der 6. Dezember 2019 um 18 Uhr

Ich freue mich auf euer Erscheinen!    Esther (Kantorin)

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Liebe Gemeindemitglieder,
liebe Förderer und Freunde von Sukkat Schalom,
die Renovierungsarbeiten in unserer Synagoge konnten planmäßig abgeschlossen werden.


So werden wir hoffentlich viele Jahre unsere Gottesdienste auf unserem neuen Kautschuk-Bodenbelag abhalten und vor allem Spuren der Kidduschim rückstandsfrei beseitigen können – der Würde eines synagogalen Raumes angemessen.


Darum finden ab Freitag, 06.09.2019 wieder alle Gottesdienste zu den gewohnten Zeiten in der Synagoge Herbartstr. 26, 14057 Berlin statt.

Für den Vorstand

 Rinah

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Rabbiner Prof. Nachama ist neuer Vorsitzender der Allgemeinen Rabbinerkonferenz!

 

Die Allgemeine Rabbinerkonferenz (ARK) wählt den langjährigen Rabbiner und Gründungsmitglied der Synagogengemeinde Berlin Sukkat Schalom zum Vorsitzenden. 

Sukkat Schalom ist von Freude erfüllt: Rabbiner Prof. Nachama wurde am 14. Februar 2019 zum Vorsitzenden der ARK gewählt. Er folgt damit auf den langjährigen Vorsitzenden Rabbiner Henry G. Brandt, der das Amt seit 2004 innehatte und für eine weitere Amtsperiode aus Altersgründen nicht mehr zur Verfügung stand. 

 

Die ARK wurde am 3. Februar 2005 (24. Schewat 5765) in Braunschweig als gemeinsame Plattform für die Reform-, liberalen und konservativen Gemeinden gegründet. Auslöser waren neben der Bildung der Orthodoxen Rabbinerkonferenz vor allem die Entwicklungen des jüdischen Lebens in der Bundesrepublik Deutschland seit 1990. Die sich der Idee eines modernen Judentums verpflichtet fühlenden Gemeinden fanden in der ARK als Interessenvertretung eine gemeinsame Stimme.

 

Vordringlichstes Ziel der ARK ist die Förderung des jüdischen Lebens und der jüdischen Bildung. Ob in den Mitgliedsgemeinden des Zentralrats der Juden in Deutschland oder bei der Förderung der Rabbiner-Ausbildung am Abraham-Geiger-Kolleg, ob durch Intensivierung des interreligiösen Dialogs oder die Unterstützung eines liberalen Siddurs, die Mitgliedsgemeinden des ARK führen die liberale Tradition in Deutschland zu neuer Blüte.


Mit Rabbiner Prof. Nachama hat nun ein hervorragender Vertreter des Reform-Judentums den Vorsitz in der ARK übernommen. Prof. Nachama ist nicht nur ein ausgewiesener Fachmann in der Führung verschiedener Institutionen (beispielhaft sei hier die Stiftung Topographie des Terrors in Berlin erwähnt) sowie ein begnadeter Netzwerker, er ist vor allem ein charismatischer Rabbiner, der seit Jahrzehnten tief im Synagogenalltag – bei den Menschen - verwurzelt ist.


Sei jüdisch – sei Reform – sei dabei: unser Motto strahlt nun noch lebendiger und wirkungsvoller.


Die Synagogengemeinde Sukkat Schalom gratuliert ihrem Rabbiner ganz herzlich zu dieser verantwortungsvollen und symbolträchtigen Aufgabe und wünscht ihm viel Kraft, Ausdauer und natürlich eine riesige Portion Massel für die Zukunft.

(psc)


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